Loden
Loden bezeichnete ursprünglich derbe, nicht gewalkte Wollstoffe aus Streichgarnen. Spätestens seit dem Hochmittelalter wurde Loden gewalkt, um anschließend als „Wolltuch“ verarbeitet zu werden. Der Begriff „Loden“ bezeichnete zu dieser Zeit immer nur das unfertige Rohgewebe vor dem Walkprozess.

Heute wird der Begriff Loden als Sammelbezeichnung für dichte Streichgarngewebe – vorwiegend aus Wolle – mit einer mehr oder weniger glatten Oberfläche verwendet. Umgangssprachlich wird Loden häufig mit Walkloden gleichgesetzt, obwohl heute sowohl gewalkte als auch nicht gewalkte Stoffe unter diese Bezeichnung fallen. Die klassischen Farben sind olivgrün, graubraun, schwarzmeliert oder rotbraun. Moderne Lodengewebe sind meist in Köper, köperähnlichen oder Leinwandbindungen gewebt.

(Quelle: Wikipedia)

Popeline
Popeline ist ein besonders dichtes Gewebe aus Baumwoll-, Woll- (Kammgarnen) oder Kunstfasergarnen in Leinwandbindung mit sehr dicht eingestellter Kette aus feinen Garnen und locker eingestelltem, dickerem und etwas weicher gedrehtem Schuss. Durch die Verwendung des stärkeren Schussfadens entstehen Stoffe mit leichten Querrippen, die sehr strapazierfähig sind. Je nach Rohstoff und Gewebegewicht ist Popeline für Hemden, Blusen, (Outdoor-)Jacken und leichte Mäntel, Röcke und Hosen geeignet. Die heute am häufigsten verwendete Mischung aus 65 % Polyester und 35 % Baumwolle besitzt sehr gute Wascheigenschaften, ist schmutzunempfindlich und ist bei entsprechender Ausrüstung sogar bügelfrei.

(Quelle: Wikipedia)

Waxed Cotton
Waxed Cotton (gewachste Baumwolle)
Dies ist eine Methode aus dem 19. Jahrhundert, um Segelbekleidung wasserabweisend zu machen. Das Verfahren kommt aus Schottland und wird bis heute in so genannten „Country Heritage Produkten“ und bei Fashion Outdoorjacken benutzt. (Beispiel: Barbour und Belstaff)

Der Vorteil von gewachster Baumwolle ist die Leichtigkeit und der in der Jeansmode sehr geschätzte natürliche „Used Look“.

Durch das Wachsen der Baumwollstoffe mit einem Flüssigwachs wird der Stoff wasserabweisend gemacht – der Effekt kann so immer wieder durch Nachwachsen erhalten bleiben.

Polyamide/Polymere
Polyamide (Kurzzeichen PA) sind Polymere

Nylon
Der Name Nylon (chemische Bezeichnung: Polyhexamethylenadipinsäureamid) wurde von der E. I. duPont de Nemours für Fasern aus Polyamid 6.6 mit dem Ziel geprägt, ihn als Synonym für „Strümpfe“ zu etablieren. Er wurde jedoch aus firmenpolitischen Gründen nicht als Warenzeichen geschützt. Später wurde er vor allem im angelsächsischen Sprachraum als Gattungsname für lineare aliphatische Polyamide verwendet. Es wurde am 28. Februar 1935 von Wallace Hume Carothers bei E. I. du Pont de Nemours in Wilmington(Delaware, USA) patentiert. Es war damit die erste synthetische Faser, die vollständig synthetisch (aus Kohlenstoff, Wasser, Luft) hergestellt wurde. Nylon wurde zuerst für Zahnbürsten und nicht für Nylonstrümpfe verwendet. Es wird seit 1938 verkauft. Die ersten 5 Millionen Paar Nylonstrümpfe verkaufte Dupont am 15. Mai 1940 („N-Day“) in ausgewählten Geschäften in US-amerikanischen Metropolen.

1940 sagte John W. Eckelberry (DuPont), nyl sei eine wahllose Silbe, und on sei eine geläufige Endung für Fasern (wie bei Cotton). Später erklärte DuPont, der Name sollte ursprünglich No-Run (eine Anspielung auf keine Laufmaschen) lauten, wurde dann aber aus Furcht vor gerichtlichen Auseinandersetzungen wegen falscher Behauptungen geändert. Die Umbenennung von Norun in Nylon ging über mehrere Zwischenschritte, darunter Nuron und Niron.

Darüber hinaus existiert als Erklärung für den Namen Nylon auch die These, der Erfinder des Materials, Wallace Carothers, hätte über den Erfolg der Faser mit dem Ausruf Now You Lousy Old Nipponese (oder Now You Look Old Nippon) triumphiert – in Schadenfreude, endlich selbst eine Faser als Konkurrenz zur japanischen Naturseide entwickelt zu haben. Den Namen Nylon erhielt die Faser jedoch erst nach Carothers' Tod, so dass dies wohl eine Legende ist, die wahrscheinlich während des 2. Weltkriegs entstand, da es gerade zu dieser Zeit für die Alliierten besonders wichtig war, einen Seidenersatz zur Herstellung von Fallschirmen zur Verfügung zu haben.

Perlon
Perlon ist das Warenzeichen einer 1938 von Paul Schlack für die I. G.-Farbenindustrie AG in Berlin, Deutschland, entwickelten Kunststofffaser. Sie bestand aus Polyamid 6 und wurde als deutsche Alternative zu Nylon (Polyamid 6.6) schnell zum „kriegswichtigen Stoff“ erklärt. Der Name leitete sich aus dem ursprünglichen Codenamen Perluran des Geheimprojekts zur Entwicklung einer Alternative zu Nylon ab. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Perlon zur Herstellung von Fallschirmen, Borsten, zur Reinigung von Waffen und in Flugzeugreifen verwendet. Es wurde ab 1939 unter der Bezeichnung Perlon L vermarktet. Erst 1943 begann die zivile Nutzung für Damenstrümpfe. Perlon wird aus dem Monomer ε-Caprolactam gewonnen.

(Quelle: Wikipedia)