Leder
Die häufigsten Varianten für Bekleidungsleder sind Rindsleder, Lammleder, Ziegenleder und Schweinsleder.

Rindsleder wird i. d. R. für „derbere“ Lederbekleidung verwendet. Rindsleder sind schwerer und dicker, aber auch robuster. Typisch sind Motorradkombis und andere Schutzbekleidung oder Büffellederhosen.

Lammleder werden i. d. R. als Glattleder für leichtere Freizeitjacken, Röcke, Kleider oder Lederhosen verarbeitet. Ziegenleder werden i. d. R. als Ziegenvelours, also als Rauleder für Jacken, Röcke oder Hosen verwendet.

Schweinsleder werden für preiswerte Lederbekleidung verwendet. Am häufigsten sind Rauleder. Aber Schweinsleder werden auch immer häufiger als Glattleder angeboten. Schweinsleder sind i. d. R. nicht so stabil und weich wie Ziegen- oder Lammleder.

Seltener sind Leder von Hirschen oder Rentieren (Trachtenbekleidung, konservative Freizeitjacken).

(Quelle: Wikipedia)
Nubuk
Nubuk ist die Bezeichnung für feines Rauleder, das auf der Narbenseite (der dem Fleisch abgewandten Oberseite der Haut) leicht angeschliffen ist und dadurch einen samtartigen Charakter erhält. Für Nubukleder werden feine Kalbs- oder Rindshäute verwendet. Einsatz findet es unter anderem bei Handtaschen, Bekleidung, Schuhen, Handschuhen.

Der englische Begriff Buckskin bezeichnet ein speziell behandeltes Wildleder, das durch einen chemischen Prozess (engl. bucking) weich gemacht wurde. Möglicherweise stammt diese Bezeichnung ihrerseits vom „Bocksleder“ (engl. buck) ab. Entsprechend wird daraus hergestellte Kleidung als Buckskins bezeichnet. Vermutlich wurde das „neue“ Verfahren des narbenseitigen Anschleifens aus Werbegründen als „New Buck“ bezeichnet, was dann zu Nubuck bzw. dt. Nubuk wurde.

(Quelle: Wikipedia)
Veloursleder
Veloursleder ist ein Sammelbegriff für Lederarten mit rauer Gebrauchsfläche. Allen Veloursledern ist gemein, dass diese Oberfläche direkt aus den Fasern der Retikularschicht der tierischen Haut entsteht – wogegen bei Nubukledern nur die oberste Hautschicht (der sog. Narben) leicht angeschliffen wird.

(Quelle: Wikipedia)
Lammleder
Der Begriff Lammleder wird im Zusammenhang mit Lederbekleidung verwendet. Lammleder werden i.d.R. als Glattleder für leichtere Freizeitjacken, Röcke, Kleider oder Lederhosen verarbeitet, weil es weich und leicht ist. Lammleder wird aber auch für Handschuhe, Gürtel, Geldbörsen, Taschen, Mützen oder Schuhe verwendet.

Lamm- oder Schafsfelle werden häufig als Einzelfelle verkauft. Sei es als Unterlage im Kinderwagen oder zum Wärmen auf dem Sofa. Weit verbreitet sind aber auch die im Winter warm haltenden Lammfellmäntel oder -jacken.

Die Wolle des Lammfells kann bis zu 30% Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf aufnehmen, ohne sich feucht oder kalt anzufühlen. Die Schuppenstruktur der Wollfaser stößt den Schmutz ab und besitzt dadurch eine natürliche Selbstreinigungskraft.

Lammfelle bestehen zu 100% aus Eiweißproteinen. Da Eiweiß kein Nährboden für Viren und Bakterien ist, werden Lammfelle häufig auch medizinisch empfohlen. Dazu wirkt Lammfell antibakteriell und schützt die Haut. Daher wird es zur Schonung wundgelegener Haut eingesetzt.

(Quelle: Wikipedia)
Nappaleder
Nappaleder ist die Allgemeinbezeichnung für Leder aus Häuten verschiedener Tiere, das mit der Haarseite nach außen, also narbenseitig verarbeitet wird. Es ist ein weiches, chromgegerbtes, vollnarbiges Glattleder.

Nappaleder war ursprünglich nur die Bezeichnung für Handschuh- und Bekleidungsleder, benannt nach dem Napa Valley in den USA. Dieses Leder war für seine besondere Weichheit bekannt.

Heute ist Nappaleder jedoch ein Sammelbegriff für besonders geschmeidiges Glattleder aller Tierarten und Verwendungszwecke. Viele Hersteller verwenden den Begriff „Nappa“, um eine besonders gute Qualität oder eine besondere Weichheit zu suggerieren.

„Nappa“ steht für ein besonders weiches Leder. Aber es werden sogar Krokotaschen aus geprägtem Rindsleder, Gürtel oder Schuhe als „geprägtes Nappa“ verkauft. Aber gerade Gürtel oder Krokoleder stehen eher für festere Leder. Das deutet dann aber nicht unbedingt auf eine schlechte Qualität hin, sondern erst mal nur auf eine falsche Deklaration des Materials.

(Quelle: Wikipedia)
Sämischleder (Hirschleder)
Sämischleder (Hirschleder)

Als Sämischleder (Chamoisleder) werden Leder bezeichnet, die durch Gerben mit Gerbstoffen auf Basis oxidierbarer Fette hergestellt werden. Obwohl bei der Sämischgerbung die Schrumpfungstemperatur der Haut nur wenig gesteigert wird, kann man von einer echten Gerbung sprechen, da das kollagene Fasergefüge vernetzt und die Gerbstoffe irreversibel gebunden werden.

Die enthaarten Blößen werden durch mechanisches Einarbeiten von Fischöl oder -tran in sog. Walkmühlen mit Tran gesättigt (fettgar). Das Fett, mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, oxidiert im Innern der Haut und entwickelt dadurch seine eigentliche Gerbwirkung. Vor der eigentlichen Gerbung wird bei Wildfellen (Reh, Hirsch, Gämse) entweder im Blößenstadium oder nach der Vorgerbung die Narbenschicht entfernt. Es handelt sich also um ein Rauleder. Nach der Oxidation der Trane wird der überschüssige Gerbstoff mit Sodalösungen und Tensiden ausgewaschen. Die Leder werden getrocknet, gestollt und geschliffen. Eine Färbung erfolgt meist im Bürstverfahren, oft mit Lösungen aus Pflanzenfarbstoffen wodurch sich die typische Oberflächenfärbung mit ungefärbter Fleischseite ergibt.

Zum Einsatz kommen in Deutschland die Felle aller Huftiere (div. Hirscharten, Schaf, Ziege, Wild), Rindshäute müssen zuvor gespalten werden.

Sämischleder wird hauptsächlich für Trachtenbekleidung eingesetzt. Hierfür ist eine gerne verwendete Rohhaut Rotwild (Hirschleder). Die hohe Weichheit, Waschbarkeit, Schweiß- und Alkalibeständigkeit, sowie die antiallergene Wirkung sind für den Einsatz in der Orthopädie wichtig. Wegen seiner hohen Weichheit und dem guten Isoliereffekt wird es auch für feine Handschuhe verarbeitet.

(Quelle: Wikipedia)
Ziegenleder
Wie beim Kalb werden auch aus dem Leder junger Ziegen Nappaleder hergestellt. Hinzu kommen folgende Lederarten, die nur aus Ziegenleder produziert werden:
  • Chevreau ist ein chromgegerbtes und durchgefärbtes, extrem feines Oberleder. Die Oberfläche ist glatt, weich, geschmeidig und weist eine charakteristische Faltenbildung auf. Ältere Exemplare weisen stärkere und gröbere Narben auf. Ursprünglich wurde unter dem Begriff Chevrauleder ein feines Glacéleder französischer Herkunft bezeichnet. Heute versteht man unter Chevreau ein Ziegenleder, chromzweibad oder kombiniert gegerbt.
  • Maroquin
    Maroquin oder Marokkoleder ist ein geschwärztes Saffianleder. In der Buchbinderei versteht man darunter aber sumachgegerbtes, grobnarbiges, sehr haltbares Ziegenleder aus den Häuten der afrikanischen Kapziege.
  • Saffianleder
    Echtes Saffianleder wird aus den Fellen ostindischer Ziegen hergestellt und mit Sumach gegerbt. Die Bezeichnung wird von der Stadt Safi in Marokko hergeleitet.
(Quelle: Wikipedia)